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Montag, 26.02.

Endklassement, Ergebnisheft und Flowchart des Turniers als PDF zum Download

Endklassement 2018       Ergebniheft 2018      Flowchart 2018

Sonntag, 25.02.

17:00 - Korea verteidigt den Titel gegen Österreich

Österreich mit Arnim Kahofer und Andreas Elfler hat alles gegeben, doch am Ende waren die Koreaner zu stark. Bis zur Pause lief es bei den Österreichern noch wie in den vorherigen Spielen, sie drehten furios auf und führten zur Pause nach einer 9er-Serie mit 23:12. Doch nach der 5-minütigen Zwangspause war bei Kahoefr und Efler die Luft raus. In den verbleibenden 13 Aufnahmen gelangen ihnen nur noch 7 Punkte. Womöglich sorgte die erheblich kürzere Regenerationszeit zwischen Vorschlußrunde und Finale für den jetzt deutlich werdenden Konzentrationsabfall. Kang und Choi, die zwar in die Verlängerung mussten, aber gute zwei Stunden mehr Zeit hatte, sich zu erholen, reihten Punkt an Punkt und beendeten die Partie in der 23. Aufnahme mit 40:29. Einen einzigen Punkt konnte Efler im Nachstoß noch nachlegen, es fehlten aber noch 10 Punkte zur Verlängerung.

14:30 - Favoritenschreck Österreich im Finale

Auch die Türkei musste sich den unbeugsamen Österreichern ergeben, Arnim Kahofer und Andreas Elfler siegten in 35 Aufnahmen mit 40:38. In einem hochspannenden Match ohne höhere Serie konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Zu keinem Zeitpunkt wuchs der Vorsprung auf über 5 Punkte an, die Führung wechselte ständig. Bei Stand von 38:38 löste Kahofer zunächst einen schwierigen Vorbandstoß, bei dem die zu treffenden Bälle eng in der Ecke und der eigene Spielball diagonal in der anderen Ecke lag. Millimeterarbeit für den Techniker. Auch die Nachfolgeposition für Efler war alles andere als einfach, ein Umkehrstoß über das ganze Billard. Als der Spielball auf der Mitte des Tisches anlangte, begann das Publikum mit den Österreichern zu zittern, ob der Lauf ausreicht. Mit letzter Kraft erreichte der Spielball den Roten, un die Anspannung entlud sich mit einem Siegerschrei der Österreicher.
Semih Sayginer und Tayfun Tasdemir beglückwünschten den nervenstarken Gegner, der erstmals seit 1997 wieder ins Finale der WM vorstößt.

12:30 - Dänemark erzwingt Verlängerung gegen Korea

Titelverteidiger Korea muss gegen die Dänen in die Verlängerung. Trotz hoher Führung zur Pause, Kang und Choi lagen 20:7 vorn, ließen Tonny Carlsen und Thomas Andersen nicht locker. Die Pause bekam den Südostasiaten nicht, sie machten in den folgenden 8 Aufnahmen gerade mal 5 Punkte. Diese Zeit nutze Dänemark zum Zwischenspurt und schob sich mit 35:28 in Führung. In der 23. Aufnahme schoß Korea die Partie aus, Carlsen und Andersen lösten aber die noch fehlenden 3 Points zum Unentschieden im Nachstoß. Das Match musste in die Verlängerung, eine Kurzpartie bis 15 Punkte ohne Aufnahmengleichheit. Den Vorteil der Koreaner, als Mannschaft mit Weiß das Match eröffnet zu haben, konnte nicht ausgenutzt werden. Korea machte nur den Anfangsball ohne Fortsetzung. Die Dänen mussten dem Kraftakt zum 40:40 Tribut zollen und konnten den gesamten Tiebreak die erforderliche Konzentration nicht mehr aufbringen, um gegen die weiterhin gut agierenden Koreaner mitzuhalten.  Die Verlängerung ging mit 15:2 überdeutlich an die Asiaten.

Samstag, 24.02.

22:00 - Das Favoritensterben geht in die nächste Runde

Mit Belgien verabschiedet sich der nächste Topfavorit aus dem Titelrennen. Genau wie im letzten Vorrundenspiel gegen die Niederlande drehten auch gegen Belgien die Österreicher ganz groß auf. Arnim Kahofer und Andreas Efler, die denkbar schlecht mit einer Niederlage gegen Ägypten gestartet sind, schnitzten sich die nächste große Kerbe ins Queue. Vom Match gegen die Höllander noch motiviert ließen sich die Österreicher auch vom starken Beginn der Belgier nicht aus der Konzentration bringen. Nach vier Aufnahmen lag der Favorit bereits mit 14:4 vorn. Zur Pause bei 20 egalisierten Kahofer und Efler die Partie. Bis 30:30 hielt der Gleichstand, aber dann brachen die Belgier ein. Caudron machte in den letzten 10 Aufnahmen gerade mal noch 3 Punkte. 40:36 in 27 hieß es am Ende für Österreich. 
Korea ließ gegen Frankreich nichts anbrennen. Mit 40:28 in 25 schickten die Asiaten Frankreich nach Hause.

Morgen früh um 10 Uhr spielen im ersten Halbfinale Korea und Dänemark um das Finalticket, anschließend um 12 Uhr Österreich gegen die Türkei.

19:30 - Für Deutschland endet das Turnier erneut im Viertelfinale

Wie schon im Vorjahr war für das deutsche Team mit Martin Horn und Ronny Lindemann bei der WM im Viertelfinale Schluss. Da die UMB beim Reglement vergaß, zu klären, wie man im Viertelfinale eine  Neuauflage eines Vorrundenspiel vermeidet, musste Deutschland wieder gegen die Türkei ran. Im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen erspielten sich Horn und Lindemann anfangs eine leichte Führung, bis Semih Sayginer und Tayfun Tasdemir mit einer 10er-Serie beim Stand von 22:14 zur Pause rief.Diesen Vorsprung retteten die Türken bis ins Ziel.
Überraschend musste auch Holland die Segel streichen. Offensichtlich steckte ihnen die unerwartete Niederlage gegen Österreich noch in den Knochen. Sie liefen den Dänen, die ihren Vorsprung auf bis zu 10 Punkte ausbauen konnten, nur hinterher. Als Tonny Carlsen und Thomas Andersen ihren zweiten Matchball vergaben, bäumten sich Dick Jaspers und  Jean-Paul de Bruijn noch einmal auf. Eine Serie von 9 Punkte brachten sie zur Schiedsrichteransage "noch 3", doch hier war die Serie vorbei. Glücklicherweise blieb eine schwirige Position für Andersen liegen, die er knapp verpasste. Da er aber gut auf die defensive Ablage achtete, zwang er Jaspers zu einem schweren Vorbandstoß. Egal, welchen Ball er zuerst traf, die Karambolage wäre gekommen, doch er traf genau das Loch zwischen den beiden Kugeln. Die verbleibende lösbare Aufgabe ließ sich Carlsen nicht nehmen.
Pech für den Ausrichter, dass die publikumsbringenden Nationen Deutschland und die Niederlande nicht mehr dabei sind. Alle Hoffnungen auf ein volles Haus ruhen jetzt auf den Schultern der Belgier.

16:00 - Belgien deklassiert Japan

Frédéric Caudron und Jozef Philipoom demontieretn die jungen Spieler aus Japan. Obwohl die Partie sich über 23 Aufnahmen streckte, machten Sakai und Mori nur insgesamt 13 Punkte. Zu keinem Zeitpunkt spürte man so etwas wie Gegenwehr.
Frankreich und Libanon spielten eine zähe Partie, in der letztlich die Franzosen die Oberhand behielten. Libanon verlor auch das dritte Match in Viersen, diesmal sogar recht deutlich mit 40:20 in 38 Aufnahmen.

Damit ergibt sich folgende Rangfolge, die zur Einteilung der Viertelfinalspiele führt:
    1. Korea 6:0 2,222
    2. Belgien 6:0 1,578
    3. Türkei 6:0 1,481
    4. Niederlande 4:2 2,078
    5. Dänemark 4:2 1,486
    6. Deutschland 4:2 1,311
    7. Österreich 4:2 1,255
    8. Frankreich 4:2 1,125
Damit beginnen um 17:00 Uhr die Viertelfinalspiele mit Türkei - Deutschland und Niederlande - Dänemark
Um 20:00 Uhr folgen dann Korea - Frankreich und Belgien - Österreich 

13:00 - Überraschungen am dritten Turniertag

Arnim Kahofer und Andreas Efler schlagen die hochfavorisierten Holländer und ziehen damit ins Viertelfinale ein. Die beiden Österreicher machen in der 4. Aufnahme die aktuelle Turnierhöchstserie von 14 Punkten. So früh schickte noch kein Schiedsrichter die beteiligten Mannschaften beim Stand von 22:6 in die Pause. Wer aber gedacht hat, dass die Niederländer noch zurückschlagen, wurden schnell eines Besseren belehrt. In der 7. Aufnahme machten die Älpler nochmal eine Serie von 7 und setzten sich mit inzwischen 20 Punkten von Jaspers und de Bruijn ab. Letztlich endete das Spiel 40:26 in 16.
Auch auf dem Fernsehtisch ging das Match anders aus als allgemeinhin erwartet. Da auch Ecaudor das Team aus Ägypten schlug, reichte es für die Österreicher. Hätte Ägypten sein Match gewonnen und den Schnitt der ersten beiden Partien gehalten, wäre bei drei Mannschaften in dieser Gruppe mit 4:2 Matchpunkten Österreich auf der Strecke geblieben.

Freitag, 23.02.

22:00 - Korea unterstreicht eindrucksvoll die Favoritenrolle

Wieder ein Match über 2 GD - Korea ist weiter auf Kurs Titelverteidigung unterwegs. Die Koreaner Kang und Choi machten in der 17. Aufnahme mit einer Schlussserie von 8 die Partie aus, als Griechenland  gerade einmal 14 Punkte hatte. Wenn Nikos Polychronopulos und Dionisos Tsokantas nicht im Nachstoß noch ihre Höchstserie von 5 gespielt hätten, wäre es für die punktlosen Griechen ein weiteres Debakel gewesen. Dagegen erspielte sich Korea mit einem Vorrunden-GD von 2,222  einen komfortablen Rang für die Setzliste der Viertelfinalspiele.  Nur die Niederländer um Dick Jaspers und Jean-Paul de Bruijn können Korea den ersten Platz in der Vorrundenrangliste noch streitig machen.
Dänemark schlug im Parallelspiel die vietnamesische Mannschaft mit 40:27 in 29. Ein Loch von 6 Fehlaufnahmen in der Mitte des Matches brachte Vietnam deutlich in Rückstand, Tonny Carlsen und Thomas Andersen bauten den Vorsprung auf 28:12 aus. Als der Schiedsrichter den Dänen mit "pour trois" die letzten drei Punkte ansagte, führten sie mit 37:18. Eine 7er-Serie der Vietnamesen sorgte noch für etwas Ergebniskosmetik, aber Dänemark gewann letztendlich deutlich.
Da die Dänen sich bereits mit einem besseren GD in der Rangliste vor die Deutschen schoben, bekommen es Martin Horn und Ronny Lindemann auf jeden Fall mit einem der Top 3 zu tun. Wer aber Gegner des deutschen Teams in der Endrunde wird, entscheidet sich erst nach Ablauf alle Vorrundenspiele  morgen gegen 15 Uhr.

20:00 Uhr - Deutschland im Viertelfinale

Eine eher durchschnittliche Leistung reichte Martin Horn und Ronny Lindemann zum Einzug in die KO-Runde. Die Peruaner wehrten sich zu wenig, kamen über das gesamte Match nicht über eine Serie von 3 Punkten hinaus. Auch einfache Einsteiger wurden, wenn auch knapp, ausgelassen. Ohne den erforderlichen Druck ließen sich die Deutschen gemächlich austreiben, der Vorsprung wuchs permanent. Dies resultierte aber nicht aus der Stärke des deutschen Teams, sondern aus der Formschwäche der Peruaner, die den Schwung aus dem Sieg gegen Kolumbien nicht in ihr letztes Gruppenspiel mitnehmen konnten.
Semih Sayginer und Tayfun Tasdemir kamen im Parallelspiel zu einem lokeren Sieg gegen Kolumbien und sicherten sich ungeschlagen den Gruppensieg.

18:00 Uhr - Belgien wieder erstarkt

Nach der eher durchwachsenen Auftaktpartie gegen erstaunlich starke Libanesen demonstrierten Frédéric Caudron und Jozef Philipoom, dass mit dem Weltmeister von 2012-2015 in diesem Jahr wieder zu rechnen ist.  Eindrucksvoll zerlegten sie die französische Mannschaft mit 40:19 in 18 Aufnahmen. Bis zur Pause waren Belgier und Franzosen noch gleich auf, Barbeillon und Melnytschenko führten mit 17:15, als der Schiedsrichter die Teams nach einer 8er-Serie der Belgier in die Pause schickte.  In den noch folgenden 9 Aufnahmen gelang Frankreich aber nur noch zwei Punkte, bis Caudron den ersten Matchball versenkte.
Libanon verpasst denkbar knapp seinen ersten Sieg in Viersen. Die erstmalig am Turnier teilnehmenden Vorderasiaten führten bis zur 23. Aufnahme, als Japan in 4 Aufnahmen insgesamt 12 Punkte machte. Dieser Zwischenspurt brachte Mori und Sakai auf die Siegerstraße und sie beendeten das Match in Aufnahme 35. Im Nachstoß gelang den Libanesen noch zwei Punkte, hätten aber zum Remis noch weitere 2 Punkte machen müssen. 

16:00 Uhr - Neue Bestleitung im Scotch-Double

Dick Jaspers und Jean-Paul de Bruijn schrauben den Rekord in Viersen beim Scotch-Double bis 40 enorm nach oben. Bereit im letzten Jahr haben die Holländer mit 15 Aufnahmen eine bravoröse beste Einzelpartie hingelegt, aber gerade eben fegten sie das ägyptische Team in nur 11 Aufnahmen mit 40:21 von der Platte. Sameh Sidhom und Mohamed Abdin kamen trotz eigener Bestleistung von über 1,9 gerade mal so "aus dem Schneider". Eine Fehlaufnahme, ein Time-Out, aber Serien von 6, 8 und 9 bewiesen die absolute Weltklasse und die momentane Topform des letztjährigen Bronzemedaillengewinners.
Die Partie aus dem anderen Tisch zwischen Ecaudor und Österreich war an Spannung kaum zu überbieten. Javier Teran und Luis Aveiga führten das gesamte Match hindurch mehr oder weniger knapp, erst in der 41. Aufnahme glichen Andreas Efler und Arnim Kahofer zum 37:37 aus, dann machten die Südamerikaner zwei Point und ließen den letzten aus, Kahofer traf, Efler auch und Kahofer verwandelte den ersten Matchball zugunsten der Älpler. Die Österreicher benötigen jetzt aber einen deutlichen Sieg gegen Gruppenkopf Niederlande, um noch im Turnier zu bleiben. Kommt Ägypten allerdings gegen Ecuador unter die Räder, könnte am Ende der GD entscheiden, der im Moment auch noch für die Ägypter spricht.

13:00 Uhr - Korea deklassiert auch Dänemark 

Auch Dänemark hatte dem amtierenden Weltmeister Korea nicht genug entgegenzusetzen. Tonny Carlsen und Thomas Andersen, die am Vortag noch die Griechen locker besiegte, liefen das gesamte Match einem permanent anwachsenden Rückstand hinterher. Am Ende schlugen Kang und Choi die Dänen in nur 21 Aufnahmen mit 40:30 und spielten wieder einen GD von knapp 2.
Griechenland mit Nikos Polychronopoulos und Dionisis Tsokantas verbleibt noch nicht einmal eine theoretische Chance aufs Viertelfinale. Nach der Auftaktniederlage gegen Dänemark und der heutigen verlorenen Partie gegen Vietnam würde selbst ein Kantersieg gegen Korea nicht mehr ausreichen. Zwischen Vietnam und Dänemark kommt es heute Abend zum entscheidenden Match um Platz 2 in der Gruppe. Titelverteidiger Korea ist nach zwei Siegen und einem aktuellen GD von 2,162 der Gruppensieg kaum noch zu nehmen.

Donnerstag, 22.2.

22:00 Uhr - Türkei war eine Nummer zu groß für Deutschland 

Die deutsche Mannschaft mit Martin Horn und Ronny Lindemann stand im Match gegen die Türkei von Beginn an unter Druck. Semih Sayginer und Tayfun Tasdemir legten in der 2. Aufnahme mit einer 11er Serie den Grundstein zum ungefährdeten Sieg. Der Wittener Lindemann kam auf Billard 1, dem Fernsehtisch, gar nicht zurecht und verfehlte Stoß um Stoß. Mitunter bauten die Türken ihren Vorsprung auf fast 20 Punkte aus und konnten sich  mangels Gegenwehr der Deutschen gemütlich austreiben lassen. Jetzt hilft dem deutschen Team nur noch ein Sieg gegen Peru, um das Minimalziel Viertelfinale zu erreichen. Sich als Gruppensieger zu qualifizieren, um im ersten KO-Spiel gegen einen Gruppenzweiten spielen zu können, ist aufgrund der Stärke der Türken illusorisch. Da nach Vorrundenrangliste sortiert die Viertelfinalbegegnungen zusammen gestellt werden, kann das Ziel nur noch sein, möglichst GD-bester Zweiter zu werden, um den allerstärksten Mannschaften aus dem Weg zu gehen.
Nach dem knappen 40:38 Sieg der Peruaner über Kolumbien kommt es am morgigen Freitag um 18:00 Uhr zum Showdown mit Peru zum Einzug in die KO-Runde.
   

20:00 Uhr - Newcomer Libanon wehrt sich tapfer gegen die Nr. 1 der Weltrangliste 

Spannender als erwartet gestaltete sich der erste Auftritt der libanesischen Mannschaft in ihrem Spiel gegen Belgien. Frédéric Caudron und Jozef Philipoom brauchen 35 Aufnahmen, um die erstmals am Turnier teilnehmenden Libanesen mit 40:31 zu besiegen. Wer gedacht hatte, dass die Novizen sich mit einer Statistenrolle begnügen würden, wurde eines  Besseren belehrt. Bis in Aufnahme 17 stand es unentschieden, erst dann setzten sich die Belgier ab. Für die letzten 3 Points benötigten sie 8 Aufnahmen. Solch einen Hänger dürfen sich die Weltranglistenführenden gegen die etablierten Teams nicht ungestraft leisten.
Frankreich gewann im parallele Match mit 40:34 gegen Japan.

18:00 Uhr - Spannung bis zuletzt bei Österreich gegen Ägypten 

Im ersten wirklich spannenden und engen Match zwischen Österreich und Ägypten hatten am Ende Sameh Sidhom und Mohamed Abdin die Nase vorn. Die Ägypter meisterten mit einer Schlussserie von 6 beim Rücktand von 34:35 den wahrscheinlich entscheidenden Matchpunkt zum Weiterkommen in dieser Gruppe. Andreas Efler und Arnim Kahofer mussten im Nachstoß fünf Punkte nachlegen, doch die gut spielbare Position, die Kahofer nach Punkt 3 seinem Mitspieler Efler hinterließ, wurde knapp verfehlt.
Am anderen Tisch setzte sich Niederlande mit Dick Jaspers und Jean-Paul de Bruijn gegen Ecuador klar mit 40:21 durch, obwohl die Südamerikaner bis Aufnahme 13 führten. Doch dann drehten die Holländer richtig auf und machten in der 24. Aufnahme aus. Ägypten muss sich jetzt am Freitag Mittag mit den Niederlanden messen, während Österreich gegen Ecuador unbedingt siegen muss, um gegen die favorisierten Holländer in der Schlussrunde der Gruppe B zumindest noch ums Viertelfinalticket kämpfen zu können. 

16:00 Uhr - Weltmeister Korea startet furios

Mission Titelverteidigung wurde eindrucksvoll gestartet. Die Koreaner mit Sung Won Choi und Dong Koong Kang benötigten nur 16 Aufnahmen zum Erreichen des Ausspielziels. 2,500 GD setzte schon mal eine deutliche Duftmarke. Der Gegner aus Vietnam, der immerhin auch 1,3 GD spielte, hatte nicht den Hauch einer Chance.
Ebenfalls souverän, aber nicht so überdeutlich, gewannen die Dänen ihr erstes Match gegen Griechenland mit 40:24 in 24 Aufnahmen. Tonny Carlsen und Thomas Andersen beginnen die Spiele am Freitag um 11:00 Uhr mit dem gruppenentscheidenden Spiel gegen Korea, während Griechenland gegen Vietnam zumindest die Chance aufs Weiterkommen wahren muss.

14:00 Uhr - Deutschland fährt ungefährdeten Auftaktsieg ein

Die Kolumbianer, die erst spät am Mittwoch abend anreisten, hatten dem deutschen Team nichts entgegen zu setzen. Mit einem deutlichen 40:11 in nur 26 Aufnahmen deklassierten Martin Horn und Ronny Lindemann das südamerikanische Duo Diez und Morales. Mit einer Höchstserie von 12 Points zeigten die beiden Deutschen, dass mit ihnen bei der Titelvergabe zu rechnen ist. Beide Akteure steuerten jeweils 20 Punkte zum Sieg bei, was die Ausgeglichenheit im deutschen Team eindrucksvoll belegte.
Auf dem Billard 1, was im Livestream bei Kozoom zeitgleich übertragen wurde, setzten sich die Türken um Semih Sayginer und Tayfun Tasdemin in 36 Aufnahmen gegen Peru durch. Damit kommt es heute in der Spielrunde um 20:00 Uhr zum Aufeinandertreffen der beiden Südamerikaner Kolumbien und Peru, während die Gewinner der Eröffnungspartien Deutschland und Türkei voraussichtlich den Gruppensieg unter sich ausspielen.       

Freitag, 16.2.

Dreiband-WM bleibt weitere fünf Jahre in Viersen

SAB-Kabel LogoDie Entscheidung ist gefallen: die Dreiband-Weltmeisterschaft für Nationalmannschaften findet auch in den kommenden fünf Jahren in der Viersener Festhalle statt. Auf der gestrigen Pressekonferenz stellten Bürgermeisterin Sabine Anemüller und DBU-Generalsekretär Cornelius Boensmann mit der Firma SAB Bröckskes aus Süchteln den neuen Sponsor vor.

Nachdem die Stadt Viersen die Art ihrer Unterstützung für die WM im Jahr 2015 umgestellt hatte und sich demzufolge der DBU eine Finanzierungslücke auftat, kündigte die Sparda-Bank im vergangenen Jahr an, ihr auf die Jahre 2016 bis 2018 angelegtes Engagement nicht zu verlängern. Ein neuer Sponsor konnte in der verbliebenen Zeit bis zur WM nicht gefunden werden und auch noch vor zwei Wochen sah es düster für zukünftige Ausrichtungen der Dreiband-WM in Viersen aus. Dann aber erfuhr Peter Bröckskes, Geschäftsführer des Süchtelner Spezialkabelherstellers SAB, davon, dass die 2018er Veranstaltung die letzte in der Festhalle sein wird – und der Viersener fasste den Entschluss, die Weltmeisterschaft mit der Unterstützung seiner Firma in seiner Stadt zu halten.

Montag, 12.1.

Halbfinalspiele finden nacheinander statt

Aufgrund der geplanten Liveübertragung beider Halbfinalspiele in Korea wurde der Terminplan leicht modifiziert. Wie schon 2017 finden die beiden Halbfinalspiele deshalb am Sonntag vormittags nicht parallel, sondern hintereinander statt. Das erste Halbfinale beginnt bereits um 10:00 Uhr, das zweite dann um 12:00 Uhr.

Donnerstag, 18.1.

Die Billard‐Welt blickt wieder nach Viersen

In vier Wochen blickt die gesamte Billard‐Welt wieder nach Viersen. Vom 22. bis 25. Februar ist die Festhalle wieder Austragungsort der Dreiband‐Weltmeisterschaft für Nationalmannschaften ‐ zum 32. Mal insgesamt und zum 29. Mal hintereinander.
Die wesentliche Neuerung in diesem Jahr: Statt 24 Mannschaften, wie in den letzten Jahren, gehen diesmal 16 an den Start. Doch die Qualität des Teilnehmerfeldes ist nach wie vor sehr hoch. Sieben europäische Mannschaften (Belgien, Frankreich, Niederlande, Österreich, Dänemark, Griechenland, Türkei), dazu Deutschland als Gastgeber haben sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Ausschlaggebend für die Auswahl der Teams war das Ranking nach der Europameisterschaft 2017 in Brandenburg. Dies hat zur Folge, dass einige prominente Spieler in diesem Jahr fehlen, zum Beispiel Torbjörn Blomdahl (Schweden), Daniel Sánchez (Spanien), Marco Zanetti (Italien) oder Rui Costa (Portugal). Auch B‐Mannschaften wie in den letzten Jahren wird es nicht geben.

Die deutschen Farben werden in Viersen wieder von Martin Horn und Ronny Lindemann vertreten, Ersatz ist Dustin Jäschke. Vor allem Martin Horn hat in Viersen zahlreiche Anhänger. Er ist seit über 20 Jahren Dauergast in der Festhalle und stand schon fünfmal im Finale. Im letzten Jahr war für die beiden im Viertelfinale Endstation, sie scheiterten am späteren Vizeweltmeister Belgien. Weltmeister wurde 2017 das Team aus Südkorea.
In diesem Jahr treffen Martin Horn und Ronny Lindemann in der Vorrunde auf die Türkei, Kolumbien und Peru.

Das Turnier wird wie schon im letzten Jahr nach dem „Scotch‐Double‐System“ ausgetragen. Spielten früher die beiden Spieler einer Mannschaft parallel an zwei Tischen gegen ihre jeweiligen Kontrahenten, so agieren sie jetzt gemeinsam an einem Billardtisch. Deshalb stehen im Saal auch nur noch zwei Tische statt vier. Nach einem erfolgreichen Stoß ist der Partner an der Reihe. Beide wechseln sich so lange ab, bis die Aufnahme beendet ist. Dann ist die gegnerische Mannschaft am Zug und verfährt nach dem gleichen System. Natürlich dürfen sich die Spieler auch beraten, müssen dabei aber immer das Zeitlimit beachten, denn pro Stoß stehen nur 40 Sekunden zur Verfügung. Für Spannung ist also gesorgt.

Die Weltmeisterschaft 2017 beginnt am Donnerstag, 22. Februar, um 11 Uhr mit einer feierlichen Eröffnung. Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller, Helmut Biermann, der neue Präsident der Deutschen Billard‐Union, und Farouk Barky (Ägypten), Präsident des Weltverbandes UMB, werden das Wort an die Gäste aus aller Welt richten. Der Einzug der Sportler in die Festhalle wird moderiert von Frank Schiffers.